Heike ist die Kurzform von Henrieke = Herrin des Hofs (Rieke/Königin + Hain/Schutzraum)

22.05.2020

Auf dem alten Rest-Hof meiner Freundin, welchen sie mal geerbt hat, habe ich eine der glücklichsten Zeiten meines Lebens verbracht.

Ich liebe es, mit der Sense im Nieselregen Brennesseln zu schneiden. Wir hatten eine kleine Schafherde, die Hunde mochten mich, eine Katze lief mir immer hinterher und die Ziegen fressen gerne Diesteln. Mit den Tieren im Wald war ich fast per Du.

Heike und Ich haben zusammen Abitur gemacht, kamen 1988 zusammen und hatten nach ’95 18 Jahre keinen Kontakt. Ich habe 2012 ihre alten Liebesbriefe gelesen, und so kam es zu einer neuen Beziehung! – Ja: Liebe in Zeiten der Cholera! – Ein gelebtes Wunder, ich hatte schon mein Wunder! – Das Leben kann sich immer grundlegend ändern! – Das ist ja wie bei Hollywood, sagte jemand. So war es auch.

Unser Problem waren unsere Verletzungen, die wir von unseren Eltern übernommen haben. Ich habe alles zehnmal von vorne bis hinten betrachtet, analysiert und hinterfragt. Ich habe mich geändert und bin als ein anderer Mensch aus der Beziehung hervorgegangen. Dafür bin ich dankbar.

Heike hat sich mit Händen und Füßen dagegen geweigert, über sich selber nachzudenken. Sie hat alle paar Wochen schwere Migräne. Also massiv schwer, mit zwei Tagen Bett liegen und kotzen. Mir war klar, woher das kommt, und habe versucht ihr das zu zeigen.

Wir lieben uns. Ja, auch sie mich.
Liebe kann alles, war und ist meine Überzeugung.
Für mich war ihr Liebesentzug Folter.
Heute bin ich Heike dankbar, weil ich nur durch sie lernen konnte.
Hart, aber wahr.

Ein Seelen-Partner.
Im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir erhalten immer das, was wir brauchen.
Was wir brauchen, ist nicht unbedingt das, was wir wollen!
(Meine Weisheit, ich bin gut, ne?)

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